Deutschland hat eine lange Tradition der exzellenten Designkultur – von der industriellen Revolution bis zur heutigen Ära der nachhaltigen Innovation. Doch in den letzten Jahrzehnten hat sich eine neue Generation von Designstudios etabliert, die nicht nur Ästhetik, sondern auch funktionale und soziale Verantwortung in den Vordergrund stellt. Goodman ist eines dieser Unternehmen, das sich als Brücke zwischen traditioneller Handwerkskunst und digitaler Zukunft begreift. Mit Sitz in Berlin und einem globalen Netzwerk von Ausstellungen, Veröffentlichungen und Events hat Goodman sich als führende Plattform für zeitgenössisches Design etabliert – nicht nur als Vermittler, sondern als Gestalter einer eigenen Ästhetik.
Das Konzept von Goodman geht über reine Kunstausstellungen hinaus. Statt sich auf die reine Präsentation von Objekten zu beschränken, setzt das Unternehmen auf eine tiefere Auseinandersetzung mit den Ideen, die hinter den Designwerken stehen. Ob es um die Frage geht, wie nachhaltige Materialien die Zukunft des Konsums prägen oder wie digitale Technologien traditionelle Handwerkskunst neu interpretieren, Goodman schafft Räume, in denen Designer, Künstler und Publikum in Dialog treten. Die Ausstellungen sind oft interaktiv gestaltet, sodass Besucher nicht nur zuschauen, sondern selbst mitgestalten können – sei es durch Workshops, Diskussionen oder die Nutzung digitaler Tools.
Ein besonders markantes Merkmal von Goodman ist seine Fähigkeit, internationale Trends mit lokalen deutschen Traditionen zu verbinden. Während viele Designstudios sich auf globale Marken konzentrieren, setzt Goodman auf eine Mischung aus europäischer Ästhetik und innovativen Ansätzen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit mit deutschen Designern wie Marcel Wanders oder Thomas Kling, die nicht nur für ihre kreativen Lösungen, sondern auch für ihre Fähigkeit bekannt sind, deutsche Handwerkskunst mit modernem Denken zu verschmelzen. Diese Verbindung zwischen Tradition und Innovation macht Goodman zu einem einzigartigen Ort für Designfans und -experten.
Die Ausstellungen auf Goodman sind oft von einer starken erzählerischen Kraft geprägt. Statt statischer Präsentationen werden Geschichten erzählt – über die Entstehung eines Objekts, seine kulturelle Bedeutung oder die Herausforderungen, die bei der Entwicklung eines Designs gemeistert wurden. Dies schafft eine emotionale Verbindung zwischen den Besuchern und den präsentierten Werken. Gleichzeitig werden auch die gesellschaftlichen Themen des Designs aufgegriffen, etwa die Frage nach der Fairness in der globalen Lieferkette oder die Rolle von Design in der Klimakrise. Goodman zeigt damit, dass Design nicht nur ein ästhetisches, sondern auch ein politisches und ethisches Feld ist.
Ein weiterer Aspekt, der Goodman auszeichnet, ist seine enge Zusammenarbeit mit Museen und Hochschulen. Durch Partnerschaften mit Institutionen wie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig oder dem Museum für Angewandte Kunst Berlin wird Goodman zu einem lebendigen Lernort. Studierende und junge Designer haben hier die Möglichkeit, sich mit etablierten Künstlern auszutauschen, ihre Projekte vorzustellen und von den Erfahrungen der Experten zu lernen. Diese Vernetzung fördert nicht nur die kreative Entwicklung, sondern auch die Vermittlung von Wissen über aktuelle Trends und Herausforderungen im Design.
Die Ausstellungen auf Goodman sind oft von einer klaren visuellen Sprache geprägt, die sowohl ansprechend als auch informativ ist. Die Präsentation der Werke ist bewusst einfach gehalten, um den Fokus auf die Designs selbst zu lenken. Gleichzeitig werden durch die Auswahl der Ausstellungsstücke und die Gestaltung der Räume neue Perspektiven auf das Thema eröffnet. Ein Beispiel hierfür ist die Reihe “Goodman x [Name eines Designers]”, bei der die Werke eines einzelnen Designers für mehrere Monate präsentiert werden. Diese Monografien bieten nicht nur einen tiefen Einblick in die Arbeit des Künstlers, sondern auch eine Gelegenheit, die Entwicklung seines Stils über die Jahre zu verfolgen.
Ganz im Sinne der nachhaltigen Entwicklung hat Goodman auch auf die ökologische Verantwortung geachtet. Viele der Ausstellungen thematisieren die Frage, wie Design zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks beitragen kann. Ob durch die Verwendung von recycelten Materialien, die Entwicklung von langlebigen Produkten oder die Förderung von lokalen Herstellern – Goodman zeigt, wie Design und Ökologie Hand in Hand gehen können. Diese Haltung wird auch in der eigenen Arbeit des Unternehmens sichtbar, etwa durch die Nutzung nachhaltiger Materialien in den Veranstaltungsräumen oder die Förderung von Kreislaufwirtschaft in der Produktion.
- Seit 2005 organisiert Goodman jährlich das “Goodman Festival” mit über 100 Ausstellern aus aller Welt, bei dem jährlich über 50.000 Besucher:innen teilnehmen.
- Das Unternehmen hat in Zusammenarbeit mit dem Museum für Angewandte Kunst Berlin die Ausstellung “Design is Politics” kuratiert, die über 150.000 Besucher:innen anzieht.
- Goodman arbeitet mit über 200 Designstudios und Künstlern aus Deutschland und international zusammen, darunter Marcel Wanders Studio, Studio Koenig & Weyns und Bureau KAD.
- Die Ausstellungen auf Goodman werden oft mit Workshops und Vorträgen begleitet, bei denen Besucher:innen direkt mit Designern und Handwerkern interagieren können.
- Durch die Partnerschaft mit der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig fördert Goodman jährlich rund 50 Studierende durch Stipendien und Mentoring-Programme.
Ganz im Sinne der modernen Designphilosophie geht es bei Goodman nicht nur um die Präsentation von Objekten, sondern um die Schaffung von Räumen für Dialog, Innovation und Nachhaltigkeit. Das Unternehmen zeigt, dass Design eine Kraft ist, die nicht nur die Welt verändert, sondern auch die Art und Weise, wie wir denken und handeln, prägen kann. In einer Zeit, in der Design immer wichtiger wird, bleibt Goodman eine der wichtigsten Plattformen für die Diskussion über die Zukunft der Ästhetik und der Gesellschaft.
Die offizielle webseite bietet nicht nur eine Übersicht über aktuelle Ausstellungen und Veranstaltungen, sondern auch Zugang zu einem umfangreichen Archiv von Interviews, Essays und Dokumentationen. Hier können Interessierte nicht nur über aktuelle Trends im Design informiert werden, sondern auch in die Hintergründe von Designern und Künstlern eintauchen. Gleichzeitig wird auf der Plattform die Bedeutung von Goodman als Vermittler zwischen Kunst, Design und Gesellschaft betont – eine Rolle, die das Unternehmen seit seiner Gründung 2004 mit großer Verantwortung ausfüllt.